Glasfaserausbau in Deggingen
Eine flächendeckende Versorgung mit hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau zukunftsfähiger NGA-Netze sind in Zeiten der Digitalisierung zu einem entscheidenden Standort- und Wirtschaftsfaktor geworden. Nachdem aber oftmals aufgrund fehlender Rentabilität kein eigenwirtschaftlicher Ausbau, vor allem in dünner besiedelten Gebieten, durch die Anbieter erfolgt, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Jahr 2015 das Bundesprogramm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ mit einer Förderquote von 50 % gestartet.
Das Land Baden-Württemberg ergänzt die Förderung des Bundes um weitere 40 %. Die Förderprogramme eröffnen den Städten und Gemeinden in Deutschland die Möglichkeit, den Breitbandausbau in ihrer Region voranzutreiben – und damit die Breitbandziele des Bundes und des Landes in der Fläche umzusetzen. Ohne Fördermittel wäre der Ausbau der Breitbandversorgung gerade in ländlichen Regionen für die Kommunen nicht finanzierbar.
Die Telekom Deutschland GmbH hat im Jahr 2019 entschieden, den Teilort Reichenbach im Täle, als eins von fünf Pilotvorhaben im Rahmen des Kooperationsrahmenvertrages mit der Region Stuttgart, eigenwirtschaftlich auszubauen. Die Telekom hat jedoch ein Teilgebiet mit 49 Anschlusspunkten ausgeklammert. Hierfür hat die Gemeinde am 30.01.2000, nachdem das notwendige Markterkundungsverfahren durchgeführt wurde, beim Bund eine Förderung für ein Wirtschaftslückenmodell im „Weiße-Flecken-Programm“ beantragt. Nach der Bewilligung der Zuwendung in vorläufiger Höhe, konnte auch der Antrag auf Mitfinanzierung durch das Land Baden-Württemberg erfolgreich gestellt werden. Auf der Grundlage des Ausschreibungsergebnisses wurden zuwendungsfähige Projektkosten in Höhe von 408.384,00 € anerkannt.
Nach der öffentlichen Ausschreibung auf der Plattform des Bundes „breitbandausschreibungen.de“ wurde der Telekom Deutschland GmbH am 31.03.2021 der Zuschlag erteilt. Zum 18.02.2022 ist der Baubeginn und am 25.07.2022 die Schlussabnahme erfolgt. Bei der Baukostenabrechnung ergaben sich mit 280.068,14 € erfreulicherweise erhebliche Einsparungen.
Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Gigabit Region Stuttgart GmbH konnte am 11.06.2024 der Verwendungsnachweis beim Bund eingereicht und in der Folge alle Nachforderungen des Projektträgers beantwortet werden. Durch Schlussbescheid vom 07.10.2025 wurde die Bundesförderung mit 140.034,00 € endgültig festgesetzt und ausbezahlt. Die Kofinanzierung des Landes steht damit mit 112.027,00 € ebenfalls endgültig fest.







