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Ave Maria Deggingen Wallfahrtskirche & Kapuzinerkloster

Kloster Ave Maria © Gemeinde Deggingen

Pater Felix Kraus
Ave Maria 1
73326 Deggingen
Tel.: 07334 96160
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Informationen zur Kirche

Im Oberen Filstal in Deggingen liegt die Kirche Ave Maria. Seit ältester Zeit ein beliebter Wallfahrtsort, den heute wie damals viele Menschen aufsuchen, um in der Stille zu beten und zugleich die erhabene Kunst der Vorzeit zu bewundern.

Unverändert gut erhalten zeigt sich dieses Marienheiligtum im strahlenden Glanz des deutschen Spätbarocks. 1929 wurde die Seelsorgearbeit durch den Bischof von Rottenburg den Kapuzinern anvertraut und 1932 das Kloster errichtet.

Die Wallfahrtskirche nach den Anfangsworten des Biblischen Gru√ües "Ave Maria" genannt, wurde in den Jahren 1716 - 1718 erbaut. Sie ist ein Kleinod des deutschen Sp√§tbarocks. Von m√§chtigen Linden umstanden, f√ľgt sie sich mit der Umgebung zu einem Landschaftsbild von seltenem Reiz. Ihre volle Sch√∂nheit zeigt sie erst im Innern. Reiche Stuckornamentik und kunstvolle Gem√§lde verherrlichen das Geheimnis der zur g√∂ttlichen Mutterschaft mit Gnaden erf√ľllten Jungfrau Maria. Prunkst√ľck von Ave Maria ist ihr Hochaltar. Gleich einer Monstranz von lobsingenden Engeln belebt, birgt er in seiner Mitte das Gnadenbild. Sch√∂pfer dieses Meisterwerkes sind die Degginger Bildhauer und Stuckateure Ulrich Schweizer (geb. 1674) und Sohn Johann Jakob Schweizer (geb. 1700). Sie erstellten auch die anderen Stuckarbeiten der Kirche. Die gro√üen Figuren auf dem Kranzgesims sind Kirchenv√§ter, deren Schriften in besonderer Weise den Preis Mariens verk√ľnden. Die Freskogem√§lde sind das Werk von Josef Wannenmacher (1722-1780). Das gro√üe Ovalgem√§lde hat als Thema die Worte aus dem Buche der Sch√∂pfung: "... er wird dir den Kopf zertreten." (gen. 3,15). Durch List und Verf√ľhrung bricht das B√∂se in die Sch√∂pfung Gottes ein. Der Nachkomme einer Frau wird der √úberwinder sein. Der Menschheitsbaum, von der S√ľnde verwundet, aber nicht bis in seine Wurzeln vernichtet, bringt als eigentliche Krone die Frau hervor, die mit ihrem Fu√ü den Kopf der Schlange zertritt. 

Die Bilder der Seitenalt√§re und das Verk√ľndigungsbild auf der linken Seite stammen von dem fl√§mischen K√ľnstler Martin von Valckenborch (1535-1612). Rudolf von Helfenstein (1560-1601) brachte diese Bilder aus Rom mit und stiftete sie Ave Maria.

Kloster Ave Maria © Gemeinde Deggingen
Kloster Ave Maria Pforte © Gemeinde Deggingen

Das Gnadenbild

Gnadenbild © Gemeinde Deggingen

Das Gnadenbild ist das Werk eines unbekannten Meisters aus dem 15. Jahrhundert. Als wahrhaft königliche Frau, voll Anmut und Schönheit, erscheint diese spätgotische Madonna. Das Kind mit beiden Händen umfassend will diese Frau nichts anderes sein als Mutter: dem Kind und jedem, der vertrauensvoll zu ihr kommt.

Alt Ave

200 m oberhalb der heutigen Barockkirche steht in einem wasserreichen Quellgebiet der √§lteste, steingemauerte Zeuge, der seit den Tagen des fr√ľhen Mittelalters bestehenden marianischen Wallfahrt: eine Kapelle "Alt Ave" genannt. Um 1450 wird dieser Kapelle eine gotische Kirche angebaut, die in den Tagen der Reformation zerst√∂rt und nach dem Neubau der Barockkirche g√§nzlich abgebrochen wurde.

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